Herzlich willkommen
In der Welt des sportlichen Flintenschießens
Als Sportler interessiert dich die schnellste und abwechslungsreichste Form des Schießens. Du suchst Herausforderung, Spaß und Belohnung für eigene Erfolge gleichermaßen?
Bei uns erwarten dich viele Stunden mit netten Leuten, die alle nur ein Ziel haben:
Eine kleine Scheibe in der Luft zerplatzen zu lassen!
Geschichte und Entwicklung
Von der Jagd zur Sportdisziplin
In England beheimatet, war Wurftaubenschießen einst bescheidener Ersatz für die echte Jagd. Es wurde immer beliebter und entwickelte sich zur sportlichen Disziplin. Der Begriff Trap kommt ebenfalls aus dem Englischen und heißt Falle.
Ursprünglich wurde auf lebende Tauben geschossen, die in einer Kiste gefangen und auf Abruf freigelassen wurden. Bei derartigen Schießwettbewerben wurden hohe Geldsummen gewettet. Auch Monte Carlo war einst Hochburg des Wurftaubenschießens. Unter anderen sorgte die verstorbene Fürstin Gracia Patricia von Monaco letztendlich dafür, dass diese unwürdige Sportart verschwand. Man erfand die Tontaube.
Heute wird auf umweltfreundliche Wurfscheiben aus keramischem Material geschossen und die offizielle Bezeichnung heißt nun Wurfscheibe. Obwohl längst keine Tiere mehr unter dem Trap-Schießen leiden müssen, leben die alten Begriffe zum Teil heute noch weiter.
Wissenswertes
Scheibe, Flinte und Treffer
Wurfscheibenschießen ist das Treffen einer Wurfscheibe, die in unterschiedlichen Winkeln und Höhen aus einer Wurfmaschine geschleudert wird. Die meist orange Scheibe hat einen Durchmesser von 11 cm, eine Höhe von 2,5 cm und wiegt 105 Gramm.
Die Flinte wird mit zwei Schrotpatronen geladen. Die Schrote dürfen bei Trap eine Größe von 2,5 mm und eine Schrotladung von 24 Gramm nicht überschreiten. Andere Kriterien gelten für Doppeltrap und Skeet.
Der Schütze löst die Scheibe durch ein akustisches Signal aus und versucht, sie mit der abgefeuerten Schrotgarbe aus seiner Flinte zu treffen. Im Gegensatz zum statischen Kugelschießen erfolgt das Treffen der Wurfscheibe aus der Bewegung heraus. Als Treffer wird gewertet, wenn sich nach dem Schuss und während der Flugphase der Scheibe ein sichtbares Stück von der Scheibe löst.
Wurfscheiben-Disziplinen
Trap sportlich
Die verschiedenen Disziplinen des Wurfscheibenschießens sind in Deutschland im DSB, dem Deutschen Schützenbund, organisiert.
Trap oder Trapschießen ist seit 1896 olympische Disziplin. Fünf Stände liegen nebeneinander in einer Reihe, 15 Meter hinter den Wurfmaschinen. Die Wurfscheiben werden variabel in Abgangswinkel und Höhe vom Schützen weg geworfen.
Ein Durchgang, die Serie, besteht aus 25 Wurfscheiben pro Schütze. Der Schütze befindet sich beim Abruf der Scheibe bereits im Anschlag und wechselt nach dem Schuss den Stand. Geschossen wird in sogenannten Rotten mit 6 Schützen.
Weitere Disziplinen sind Trap jagdlich, Doppeltrap, Skeet und Jagdparcours.
Körper und Technik
Stand, Augen, Anschlag
Wurfscheibenschießen ist eine der ganz wenigen Sportarten, bei der Lebensalter und Geschlecht keine große Rolle spielen. Jede und jeder mit gutem Gleichgewichtsgefühl und funktionierenden Reflexen kann es. Gut sehen ist wichtig. Deshalb Brille tragen, nicht nur des Schutzes wegen.
Grundsätzlich gilt: unverkrampfter Stand und weiche Bewegungen. Bei Rechtsschützen lastet das Gewicht zu 60 % auf dem linken und zu 40 % auf dem rechten Fuß, bei Linksschützen andersherum. Breitbeiniges, aggressives Stehen ermüdet und verhindert geschmeidige Bewegungen.
Beide Augen sollten beim Schießen offen sein. Bei Rechtsschützen übernimmt das rechte Auge die Dominanz. Sollte das nicht so sein, das linke Auge nicht zukneifen, sondern mit einer Klappe bedecken. Die Augendominanz kann nicht umerzogen werden.
Beim Schließen der Flinte zeigt der Lauf Richtung Bunker. Beim Anschlag gleitet der Schaft sanft am Körper nach oben zur Schulter. Flinte festhalten, aber unverkrampft und so unbelastet wie möglich. Der Kopf ruht mit der Wange am Schaftrücken und bleibt während des ganzen Schießvorganges dort.
Vor Einleitung der Schusssequenz hilft es, störende Faktoren wie Hintergrundgeräusche, Lärm oder Gedanken auszublenden. Der Rat von Profi-Schützen: Kopf leer machen, abrufen und sich von der Scheibe überraschen lassen.
Wenn die Scheibe klar erkennbar ist, wird der Lauf langsam in die Flugbahn der Scheibe bewegt. Der Unterkörper bleibt stehen, nur der Oberkörper bewegt sich in Richtung Scheibe. Die linke Hand ist die Führungshand und schiebt die Waffe zum Ziel.
Wenn der Lauf die schnellste Bewegung erreicht hat, wird der Abzug betätigt. Dann sind etwa 0,7 Sekunden vom Abruf bis zum Schuss verstrichen und die Scheibe hat eine Entfernung von etwa 30 bis 35 m, beim Zweitschuss etwa 38 bis 40 m.
Schießtechniken
Stil entwickelt sich
Techniken und Stilrichtungen entwickelten sich im Lauf der Zeit weiter. Alle Methoden und ihre Ableger haben Vorteile, Anhänger, Lehrer und natürlich auch Gegner.
Die häufigste Technik ist, die Flinte auf die Bunkerkante einzurichten, abzurufen, die Scheibe visuell aufzunehmen, den kürzesten Weg zum gedachten Trefferpunkt zu wählen und abzudrücken.
Eine andere Technik hält die Flinte etwa einen Meter über die Bunkerkante: abrufen, Scheibe ins Sichtfeld fliegen lassen, in die Scheibe fahren, abdrücken. Das setzt intensives Training voraus.
Viele alte Lehrer meinen, besonders im jagdlichen Schießen mit der sogenannten Vorhaltetechnik zu treffen. Für diese Technik sind die heutigen Patronen jedoch zu schnell, sodass man meistens vor die Scheibe schießt. Darüber hinaus sind alle Varianten nur ein Teil eines persönlichen Schießstils, der sich über die Jahre hinweg entwickelt.
Sicherheit und Etikette
Sicherheit ist oberstes Gebot
Fairplay regiert. Andere Schützen zu stören, sie zu behindern oder sich über sie lustig zu machen ist selbstverständliches Tabu.
Hilfsbereitschaft ist Schützenpflicht, unaufgeforderte Ratschläge sollte man sich aber verkneifen. Vorsicht auch vor selbst ernannten Schießlehrern.
Hektiker, Besserwisser und Schreihälse werden ignoriert. Militärische Bekleidung ist unerwünscht und unpraktisch.
Beim Wurfscheibenschießen stehen Sport und Lebensfreude im Mittelpunkt!
Bekleidung und Flinte
Ausrüstung, die passt
Locker und bequem, robuste und rutschfeste Schuhe: So beginnt sinnvolle Bekleidung für den Stand. Eine Schießweste mit Lederbesatz im Schulterbereich verhindert das Verrutschen des Schaftes beim Schuss. Große Taschen bieten Platz für Patronen eines Schießdurchgangs.
Mit Ösen und Haken bestückte und im Schulterbereich wattierte Freizeit- oder Anglerwesten sind ungeeignet. Gehörschutz oder Ohrstöpsel von guter Qualität sind ein Muss. Schießbrillen bieten Schutz, wechselbare Gläser in verschiedenen Farben sorgen für guten Kontrast.
Kein Muss, aber vorteilhaft: Schirmmütze als Blendschutz und Handschuhe. Diese sollten jedoch dünn sein, beziehungsweise der Abzugsfinger ausgeschnitten.
Sportschützen benutzen meist Flinten mit zwei übereinander liegenden Läufen, sogenannte Bockdoppelflinten im Kaliber 12.
Beim Kauf sollte auf Langlebigkeit und Qualität geachtet werden. Nach heutigem Stand ist eine Investition von mindestens 2.000 Euro erforderlich, eine gute Gebrauchte durchaus eine Alternative. Wichtig ist jedoch, von Anfang an eine Flinte zu kaufen, die zur Statur des Schützen oder der Schützin passt.
Der Lauf schießt, der Schaft trifft. Deshalb sollte der Schaft dem Schützen grundsätzlich angepasst sein. Weil sich in der Lernphase die Körperhaltung aber noch oft verändert, sollte der Service eines Maßschaftes erst in Anspruch genommen werden, wenn eine gewisse Erfahrung im Wurfscheibenschießen vorhanden ist. Erfahrene Schützen oder örtliche Büchsenmacher mit Erfahrung im Wurfscheibenschießen beraten gern.
Training und Wettkampf
Erfahrung wächst mit jedem Schuss
Regelmäßiges und ermüdungsfreies Training, am Anfang unter Anleitung, ist der Schlüssel zur Leistungssteigerung. Die Grundlagen lernt man recht schnell und erste Erfolge spornen an.
Wurfscheibenschießen ist Erfahrungssache. Nach etwa fünf Jahren und vielen tausend Schüssen haben sich alle möglichen Situationen im Unterbewusstsein abgespeichert. Nicht die Geduld verlieren und bei allem Ehrgeiz nie vergessen: Es ist nur ein Sport und der soll Spaß machen.
Selbst bei erfahrenen Schützen schleichen sich von Zeit zu Zeit Fehler ein. Sind diese nicht selbst abzustellen, ist es ratsam, hin und wieder Lehrgänge zu besuchen, die von Vereinen oder Schützenverbänden angeboten werden.
Wettkämpfe machen Spaß und sind wichtig, weil dabei unter anderen physischen und psychischen Bedingungen Leistung abgerufen werden muss als beim Training. Viele Schützen treffen beim Training mehr Scheiben als unter Wettkampfbedingungen. Damit umzugehen, kann man lernen. Leistungssportler haben dafür eigene Berater und Trainer. Erfahrene Wettkampfschützen werden sich über keinen Anfänger lustig machen.
Ernsthaft Interessierte finden bei uns Unterstützung. Nach Absprache können Lehrgänge, Sonderschulungen und Anfängerkurse durchgeführt werden. Auch bei technischen Fragen rund um Flinte, Munition und Ausrüstung geben wir unsere Erfahrung gern weiter.
Letztes Wort
Wenn es dich gepackt hat
Nicht nur Freude und Erfolg, sondern auch Rückschläge und Tiefpunkte wird es geben. Du wirst diesen Sport lieben und hassen.
Aber wenn es dich gepackt hat, gibst du nie auf!
Haben wir dich neugierig gemacht? Dann setz dich mit uns in Verbindung. Wir freuen uns darauf.